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TRAINING UND PROZESSBEGLEITUNG

Visionen und Grenzen solidarischen Handelns

In diesem Workshop erkunden wir unsere persönlichen Beziehungen zum Wert Solidarität. Wir gucken auf Erfahrungen von Macht und Ohnmacht in diesem Feld und setzen uns damit auseinander, wie wir in solidarischen Praktiken über unsere Grenzen verhandeln können. Darauf aufbauend entwickeln wir Visionen für ein solidarisches Miteinander und finden heraus, welchen Platz wir ganz persönlich darin einnehmen wollen.

Foto: Neil Thomas

Die Idee und Vision hinter dem Begriff Solidarität ist eine kraftvolle: ein Prinzip der gegenseitigen Unterstützung, emotionaler wie tatkräftiger Beistand füreinander, ein Blick über den Tellerrand des eigenen Alltags und der eigenen Bedürfnisse auf die Situation anderer; ein Geben und Nehmen auf Augenhöhe, das uns in den großen wie in den alltäglichen politischen Kämpfen das Gefühl gibt, nicht allein zu sein. Solidarität kann Verbindung schaffen, Kraft spenden, Mut machen, praktische Unterstützung darstellen und uns so ermöglichen, Dinge zu erreichen, zu denen wir alleine nicht in der Lage wären.

Unsere alltägliche Realität in sozialen Bewegungen sieht oft ganz anders aus. Häufig konfrontieren wir uns selbst mit hohen Ansprüchen, was wir geben müssen und verlieren dabei unsere eigenen Grenzen und unsere Freude am Tun aus dem Blick. Dann kann ein solidarischer Anspruch in grenzenlose Erschöpfung, in Resignation und Verbitterung, in ein Gefühl permanenten Scheiterns an den eigenen Idealen oder in eine schwer einzugestehende Ohnmacht münden. Zwischen Solidarität und Selbstaufgabe besteht ein Spannungsfeld, das wir im Workshop gemeinsam erkunden wollen, in dem wir es mit unseren persönlichen Geschichten füllen.

Mit einigen theoretischen Impulsen und erfahrungsorientierten Methoden wollen wir herausfinden, was uns in die Räume von Macht oder Ohnmacht führt. Auf dieser Basis gehen wir anschließend in eine Visionsarbeit und entwickeln Bilder eines machtvollen solidarischen Zusammenlebens, die uns Kraft und Orientierung für unser politisches Handeln geben. Dabei gucken wir auch darauf, wie wir mit unseren zuvor betrachteten persönlichen Prägungen in dieser Vision vorkommen und welche konkreten Schritte wir schon jetzt in diese Richtung unternehmen können.

Zielgruppe

Dieser Workshop richtet sich an alle, die Lust haben gemeinsam den Wert Solidarität zu erkunden, diesen im Alltag manchmal mit eigener Ohnmacht verbinden und auf der Suche nach Handlungsmöglichkeiten sind.

 

 

 
 

Format

2 Tages-Workshop
präsenz oder online

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Leitung

Julia Legge und Lukas Perka